Wissenswertes

Wer die Wahl hat- der hat die Qual!

Der Weg zur Bettenfachfrau ist immer richtig

Noch nie war die Auswahl an Betten so groß wie heute. Noch nie war aber auch die "Qual der Wahl" bei der Suche nach dem richtigen Bett so schwer wie jetzt. Jedes Bett wird in kürzester Zeit, wie kein anderer Artikel des täglichen Bedarfs, ein Stück Persönlichkeit des Menschen. Mehr noch, es wird mitbestimmend über das Wohl und das tägliche Befinden. Denn wer nicht gut geschlafen hat, ist auch nicht fit für die Bewältigung der Aufgaben des Tages. Nur in einem guten Bett kann der Schlaf wieder wettmachen, was der Stress des Alltags und seine Folgen verursachen.

Über Federn- und Daunenbetten

Mit Federbetten zeigt sich die Natur von Ihrer besten Seite. In ihnen sind die wohltuenden Eigenschaften der Federn, Daunen und Baumwollgewebe auf bisher unübertroffene Weise harmonisch miteinander verbunden. Deshalb passt sich ein Federbett auch ganz natürlich dem Rhythmus des schlafenden Menschen an; es "atmet" mit und sorgt so für eine trockene, körpergerechte und damit gesunde Schlaftemperatur. Feder- und Daunenbetten gibt es, wie viele Naturprodukte, in vielen Qualitäten. Was es damit auf sich hat und wie die unterschiedlichen Preislagen zustande kommen, will Ihnen diese Information vermitteln.

Feingold- und Daunenanteile- ein Vergleich der überzeugt

Bei Goldringen z. b., die äußerlich völlig gleich aussehen, wird der Wert nach dem Feingoldgehalt gemessen. Wenn Sie die Zahl 333 lesen, dann wissen Sie, dass 333 Anteile Feingold sind. Je höher also die eingeprägte Zahl ist, desto höher ist auch der reine Goldanteil. Genauso ist es bei Federbetten. Auch diese sind oftmals rein äußerlich, in den gebräuchlichsten Formen und damit im Aussehen, nicht voneinander zu unterscheiden.

Um Klarheit ins Angebot zu bringen, führten deshalb schon 1932 die deutschen Verarbeiter von Daunen und Federn, sowie die Gewebehersteller, für die Auszeichnung ihrer Bettwaren RAL-Bestimmungen ein. Diese Qualitätsnormen entsprechen den Lieferbedingungen und der Gütesicherung beim Deutschen Normenausschuss. Deren Einhaltung ist verpflichtend. Damit soll zum Schutze des Verbrauchers - genau wie bei seriösen Gold- und Silberwaren - dem Käufer die Möglichkeit zur Werteerkennung und damit zum objektiven Preisvergleich geboten werden.

Was ist besser: Federn und Daunen von Gänsen oder Enten?

Die Antwort könnte eine Gegenfrage sein: Was ist besser, ein Pilsner oder ein Exportbier? Federnfachleute sagen unter Vorbehalt: die von Gänsen. Generell kann man feststellen, dass Gänsefedern im Kiel eine stärkere Krümmung aufweisen und über mehr Flaum verfügen. Dadurch werden bei einer Gänsefeder mehr Luftpölsterchen gebildet. Es gibt aber auch Entenfedern – je nach Art der Geflügelrasse und je nach Herkunftsland – die der Qualität der Gänsefedern entsprechen. Genauso verhält es sich mit der Größe der Daunen. Während Gänsedaunen in der Regel größer sind, können auch Entendaunen das gleiche Volumen aufweisen. Gravierende Qualitätsunterschiede gibt es so gut wie nicht. Vertrauen Sie deshalb dem Rat des Bettenfachmannes. Entscheidend ist allein, dass die Füllung des Bettes von diesen Wasservögeln kommt. Dem deutschen Qualitätsanspruch gemäß sind Hühnerfedern nicht als Füllgut geeignet und werden daher beim fachlich orientierten Bettenhandel nicht angeboten.

Die Farbe weiß ist keine Qualitätsaussage

So wenig wie man nach der Haarfarbe auf menschliche Qualitäten schließen kann, so wenig kann der Farbe von Federn oder Daunen die Qualität des Füllgutes beurteilt werden. Die Farbe ist abhängig von der jeweiligen Rasse der Tiere und ihrer Umgebung, in der sie aufwachsen. Das ist natürlich! Sicher hat Grimm's Märchen von der Frau Holle wesentlich zu der Vorstellung beigetragen, dass Federn und Daunen „weiß" sein müssen.

Sind Daunenbetten besser als Federbetten?

Das Wörtchen „besser" sollte man hier besser vergessen. Denn jeder schläft anders, jeder hat andere Ansprüche, hat andere Schlafgewohnheiten. Der eine will ein „gewichtiges" Bett, der andere ein „leichtes" und der Dritte liebt „Medium". Eine Faustregel allerdings gibt es:

  1. Wer das „gewichtige Bett" bevorzugt, das man auch „spürt", der sollte darauf achten, dass die Füllung hauptsächlich aus Halbdaunen besteht.
  2. wer aber das „leichte Bett" wünscht, der achtet darauf, dass es vornehmlich mit Daunen oder stark daunenhaltigen Mischungen gefüllt ist;
  3. für die „Medium-Schläfer" aber sind beste „Halbdaunen" oder „Dreiviertel - Daunen"- Qualitäten empfehlenswert.

Sie sehen es gibt kein Angebot auf dem gesamten Bettenmarkt, das sich so umfassen in Formen, Farben und Füllqualitäten den individuellen Wünschen der Verbraucher anpasst wie das Federbett, sowohl im Preis als auch im persönlichen Schlafkomfort.

Auch das sollte einmal gesagt werden:

Daunen sind zwar das Feinste vom Feinsten, jedoch nicht immer für jeden Schläfer empfehlenswert. Denn wird ein Bett stärker beansprucht, über das normale Maß hinaus, die Decke also während des Schlafes übermäßig gepresst oder geknautscht – wie es Kinder oft tun – muss bedacht werden, dass der zarte Daunenflaum etwas längere Zeit zur Regeneration seiner Bauschkraft benötigt als die kräftigere Feder. Das ist natürlich, da Daunen statt eines Kiels nur einen zarten „Kern" aufweisen. Genau wie Feingold, das ebenfalls sehr weich ist, sollte auch hier, je nach Schlaftemperament eine Mischung gewählt werden, die ohne Wertminderung den Gebrauchsnutzen erhöht.

Und darauf kommt es an, wenn man lange Jahre Freude an seinem Bett haben will. Die kräftigeren Federn mit ihren dauerelastischen Kielen geben den Daunen nicht nur Halt. Sie helfen ihnen, sich nach jedem Druck, auch dem stärksten, sofort wieder aufzurichten, so dass ihre herrlichen Eigenschaften zu jeder Sekunde voll erhalten bleiben. Eine Daunen-Federn-Kombination ist daher für ein gebrauchstüchtiges Bett zu empfehlen. Beim Kauf eines Daunenbettes aber sollten vor allem die persönlichen Schlafgewohnheiten mit in die Überlegung einbezogen werden.

Ohne richtige Hülle kein vollendetes Bett

Das hohe Niveau der deutschen Schlafkultur wird ganz entscheidend von der Beschaffenheit der Gewebe und ihrer Verarbeitung bestimmt. Sie geben den Betten nicht nur die körpergerechte Form und das elegante Aussehen; von ihnen hängt es auch ab, wie lange man Freude an Betten mit wertvollen Füllungen hat.

Federn und Daunen sind das Herz des Bettes. Nur, dieses „Herzstück" kann erst wirksam werden, wenn sich die Hülle seinem Rhythmus anpasst, also mit der Füllung „atmet". Das ist wichtig. Denn die gespeicherte Luft zwischen Federn und Daunen zirkuliert und konserviert die normale Körperwärme. Das ganze Bett wird dabei gleichmäßig wohltemperiert.

Da aber der schlafende Mensch natürlich permanent Wärme erzeugt, muss überschüssige Wärme zusammen mit der Körperfeuchtigkeit (die durch Atmung und Schweiß entsteht) an die Außenluft transportiert werden, um ein trockenes und körperfreundliches Schlafklima zu gewährleisten. Dies ist nur möglich, wenn das Gewebe, trotz seiner hohen Federn, und Daunendichte, jede Durchlässigkeit aufweist, die einen Austausch zwischen Innen- und Außenluft möglich macht. So wird ein unliebsamer Wärmestau zwischen Schläfer und Decke vermieden. Ein ruhiger Schlaf ist gesichert.

Für fachgerecht gefertigte Feder- und Daunenbetten werden nur Gewebe aus 100% Baumwolle verwendet, die dem deutschen Qualitätsstandard entsprechen. Sie gehören zum Besten, was seit eh und je zu haben ist.

Hier ist die Rede von Bettenhygiene und wie man sein Bett richtig pflegt

Jedes Bett – gleich welcher Füllung – sollte täglich aufgeschüttelt und gelüftet werden. Dadurch werden die Luftpölsterchen durch frische Luft erneuert. Die Füllung wird wieder voll und bauschelastisch. Das Bett erhält wieder seine elegante, schöne Form. Auch nach strengster Beanspruchung. Niemals sollte man weder Betten noch Kissen in die Sonne legen. Bei nassem Wetter (Regen oder Nebel) ist das Lüften am offenen Fenster zu vermeiden. Die Füllung wird sonst „klamm und schwer".

 

Ihr Ebersbacher Bettenhaus

Ursula Jüstel

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